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Erzabtei St. Peter in Salzburg

Österreich - Salzburg

Stiftskirche St. Peter





Überblick

Salzburg - Erzabtei St. Peter

Sechsseitiger Marmorbrunnen im Innenhof von St. Peter in Salzburg mit Petrusskulptur von Bartlmä van Opstal



Eines der ältesten heute noch aktiven Klöster im deutschen Sprachraum ist das Benediktinerstift St. Peter in Salzburg. Die Gründung erfolgte durch den heiligen Rupert um etwa 696, der hier eine Mission in den Südostalpen gründete. In jüngster Zeit aufgefundene Mauerreste unter dem Altar der heutigen Stiftskirche aus dem fünften Jahrhundert deuten darauf hin, dass schon zu Zeiten des heiligen Severin (gemeint ist Severin von Noricum, auch Severinus genannt, geboren um 410 und gestorben am 8. Januar 482 in Favianis, vermutlich das heutige Mautern bei Krems in Österreich) an dieser Stelle ein erster kirchlicher Bau vorhanden war.

Erzabtei

Salzburg - Erzabtei St. Peter

Innenhof mit Blick auf die Sonnenuhr


Bis 987 war das Amt des Bischofs mit dem des Abtes durch Personalunion verbunden. Danach blieb das Stift Sankt Peter trotz der ab diesem Jahr erfolgten Trennung der beiden Ämter noch bis 1110 die Residenz des Salzburger Erzbischofs. Im Mittelalter war das Stift Sankt Peter vor allem wegen seiner hervorragenden Schreibschule bekannt. 1622 errichtete Erzbischof Paris von Lodron die Benediktiner-Universität Salzburg, die bis zu ihrer Aufhebung 1810 mit dem Kloster eng verbunden war. Die Bemühungen von Abt Petrus Karl Klotz um eine Katholische Universität wurden 1926 durch die Gründung des Studienkollegs der Benediktiner, des Kolleg St. Benedikt, belohnt - ein Vorgang, der später zur Wiederbegründung der Universität Salzburg führen sollte. 1927 erfolgte die Erhebung St. Peters zur Erzabtei.



Stiftskirche St. Peter

Salzburg - Erzabtei St. Peter

Blick auf die Stiftskirche mit Turm


Die Stiftskirche St. Peter stammt im Kern aus dem frühen Mittelalter. Die erste Klosterkirche an dieser Stelle wurde wahrscheinlich um 696 errichtet, als der heilige Rupert die bestehende romanische Klostergemeinschaft erneuerte. Der Bau der Kirche erfolgte in den Jahren von 1130 - 1143 und wurde als romanische Basilika mit Querschiff errichtet. Später wurde die Krypta zugeschüttet. Zwischen 1605 - 1625 und zwischen 1757 - 1783 wurde die Kirche renoviert, umgebaut und barockisiert.

Salzburg - Erzabtei St. Peter

Innenportal


Die Vorhalle der Kirche besitzt ein Kreuzrippengewölbe mit marmornem Innenportal und stammt von 1244/45- die Tür und das Lünettengitter stammen von 1765/66. Der Turm, in seinem untersten Teil wahrscheinlich vorromanisch, wurde 1757 erhöht und mit dem schönen Helm gekrönt. Von der bemerkenswerten Ausstattung ist das Rokokogitter von Philipp Hinterseer aus dem Jahr 1768 zu nennen, die Marmoraltäre mit Gemälden vorwiegend von Martin Johann Schmid.


Salzburg - Erzabtei St. Peter

Ansicht der Stiftskirche St. Peter vom Friedhof St. Peter


Zwei Bronzeleuchter sind aus dem Jahr 1609, die Statue Maria Säul ist wahrscheinlich um 1425 entstanden, der Grabstein des heiligen Vital um 1440, das Grabmal des Komponisten Michael Haydn ist von 1821. Weiterhin interessant ist das Marmorhochgrab des Obristen Werner von Raitenau (gest. 1593), Vater des Erzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau. An die Nordseite der Kirche lehnt sich der Kapitelsaal an und die Marienkapelle (im Klostertrakt) aus dem Jahr 1319, an die Südflanke des Querhauses die Katharinen- oder Mariazeller-Kapelle aus dem Jahr 1215.


Stiftskeller St. Peter

Salzburg - Erzabtei St. Peter

Stiftskeller


Außer der sehenswerten Stiftskirche und dem Petersfriedhof und der Stiftsbäckerei ist auch noch der Stiftskeller von Interesse. Die Gaststätte innerhalb der Klostermauern ist als Stiftskeller St. Peter bekannt und nimmt für sich aufgrund der urkundlichen Erwähnung im Jahre 803 in Anspruch, die älteste Gaststätte Mitteleuropas zu sein. Hier liegt auch der Barocksaal, indem die bekannten und berühmten Mozart Dinner stattfinden. Auch die Familie Mozart war hier zu Gast und wahrscheinlich auch ein Freund Mozarts- der Komponist Michael Haydn.


Stiftsmühle St. Peter

Salzburg - Erzabtei St. Peter

Stiftsmühle St. Peter


Da die im Kloster von St. Peter lebenden Mönche sich auch von Brot ernährten, lag die Gründung einer Bäckerei nahe. Ein wesentlicher Faktor für den Betrieb einer Bäckerei im frühen Mittelalter war die Tatsache, dass eine Mühle in der Nähe war, die Getreide mahlen konnte. Die hierfür erforderlichen Bedingungen wurden bereits im Jahre 1160 geschaffen. Ab dieser Zeit wurde durch einen Stollen im Mönchsberg Wasser aus dem Almkanal geleitet und somit erst der Betrieb eines Mühlrades möglich. Die Mühle wurde neben dem Friedhof des Klosters gebaut- ihr schloss sich die Stiftsbäckerei an.


Stiftsbäckerei

Salzburg - Erzabtei St. Peter

Stiftsmühle St. Peter



Die Stiftsmühle bestand bis etwa 1967 im hinteren und oberen Teil des Gebäudes. Nach der Stilllegung der Stiftsmühle im Jahr 1966 - bereits im Jahre 1922 wurden die Mühlräder durch eine Turbine ersetzt - ist seit 2007 wieder ein Mühlrad in Betrieb. Herr Franz Grabmer, Müllermeister, Bäckermeister und ehemaliger Geschäftsführer der Stift- und Salzachmühle, machte seinen Wunsch wahr, auf diesem Platz wieder ein Mühlrad einzubauen und eine kleine Mühle zu betreiben. Das Mühlrad erzeugt über ein Getriebe und Generator Strom zum Betrieb einer kleinen Mühle, die einen Teil Mehl für die im Haus befindliche Stiftsbäckerei erzeugt.


Johann Michael Haydn Museum

Salzburg - Erzabtei St. Peter

Johann Michael Haydn Museum


Johann Michael Haydn, der jüngere Bruder des Komponisten Joseph Haydn, war 43 Jahre lang als Konzertmeister, Hoforganist und Lehrer am fürsterzbischöflichen Hof zu Salzburg tätig. 1984 wurde in den Räumen des Klosters St. Peter eine Ausstellung mit Bildern, Dokumenten, Notenblättern, Instrumente sowie einer Tonbildschau eingerichtet. Das Michael-Haydn-Museum im Bereich der Erzabtei St. Peter finden Sie gegenüber der Stiftskirche. Seit 1986 finden kammermusikalische Konzerte statt, die sich der lebendigen Pflege Alter Musik auf Originalinstrumenten widmen. Im Mittelpunkt der musikalischen Darbietungen steht Michael Haydn und sein Umkreis.

Öffnungszeiten:

Dienstag - Samstag: 13.00 - 17.00 Uhr
(außerhalb der Öffnungszeiten für Gruppen auf Anfrage).


"5-Uhr-Konzerte":

Juni bis September, jeweils Dienstag und Donnerstag, 17.00 Uhr

Salzburger Haydn-Woche: September;

Weitere Informationen zum Museum und der Johann-Michael-Haydn-Gesellschaft, zu den Programmen und weiterer Details finden Sie hier....!


Friedhof St. Peter in Salzburg

Salzburg - Friedhof St. Peter

...im Hintergrund die Katakomben...


Der Friedhof von St. Peter gehört zu den schönsten Friedhöfen der Welt. Auf diesem Gottesacker, der vielleicht schon seit der Spätantike belegt wird, haben die Mönche des Klosters und viele Salzburger Familien ihre letzte Ruhestätte gefunden. Dort ruhen Musiker wie Johann Michael Haydn und seine Frau Magdalena, Nannerl Mozart, Heinrich Ignaz Franz Biber, Santino Solari, Wolfgang Hagenauer u.a.. Sehenswert u.a. sind die Katakomben....

Weitere Informationen zum Friedhof der Erzabtei St. Peter in Salzburg finden Sie hier....!


Quellenangabe:


Die Geschichte der Erzabtei und der Stiftskirche St. Peter in Salzburg basiert auf dem Artikel Stift St. Peter(Salzburg) vom 17.02.2010 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste derAutoren verfügbar.


Fotos aus Österreich - Salzburg

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