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Kajetanerkirche in Salzburg

Österreich - Salzburg

Kajetanerkirche





Überblick

Österreich - Salzburg

Kajetanerkirche - erbaut von 1685 – 1697 unter Leitung des Italieners Giovanni Gaspare Zuccalli



Im Süden der Altstadt von Salzburg liegt die römisch-katholische Kajetanerkirche. Sie stammt aus dem Jahr 1697 und wurde vom italienischen Baumeister Giovanni Gaspare Zuccalli von 1685 - 1697 errichtet. Die Kirche wurde im Barockstil erbaut und ist den heiligen Kajetan und Maximilian geweiht. Auch ein Kloster wurde errichtet, das von den Theatinern geleitet wurde. Der Ordensgründer der Theatiner war der Heilige Kajetan von Thiene. Der Platz vor dem kirchlichen Gebäude erhielt den Namen Kajetanerplatz und ist heute ein Parkplatz vor den Toren der südlichen Altstadt. Eine Vorgängerkirche an diesem Platz stammt aus dem Jahr 1150. Das Gebäude diente zeitweilig auch als Garnisonsspital. 1923 wurde das Spital an die Barmherzigen Brüder in Fortführung der Spitalsarbeit übergeben.

Architektur

Salzburg - Kajetanerkirche

...rechter Seitenflügel


Heute ist in den Räumen des Klosters ein Hospital untergebracht, das von den Barmherzigen Brüdern geleitet wird. Hier befand sich aber auch das sogenannte Raplbad, in dem der Arzt Bombastus Theophrastus von Hohenheim, genannt Paracelsus wirkte. 1684 stiftete Erzbischof Max Gandolf von Kuenburg (1622 - 1687) ein Priesterseminar, das unter der der Leitung des Theatinerordens stehen sollte. Neben der Kirche sollte ein Priesterseminar entstehen. Die Fertigstellung der Gebäude erlebte Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg nicht mehr- er verstarb bereits 1687. Sein Nachfolger, Erzbischof Johann Ernst von Thun (1643 - 1709), der ab 1687 regierte, ließ die Gebäude zwar weiterbauen, allerdings zog sich die Fertigstellung der Kirche bis zum Jahr 1697 hin.


Kirchenbau

Salzburg - Kajetanerkirche

Hauptportal


Die zwei symmetrisch angeordneten dreigeschoßigen Flügelbauten des ehemaligen Klosters umschließen die sich bündig in die Gebäudeflucht einfügende Kirche, die zusammen eine repräsentative Einheit bilden. Die seitlichen geschweiften Giebelaufsätze ersetzen hier die beiden Kirchtürme. Das Portal der Kirche ist von ionischen Säulen mit aufgesetztem Segmentbogen eingerahmt, ein Motiv, das sich vergrößert als Umrahmung der Kirche wiederfindet und etwas kleiner gehalten als Umrahmung der seitlichen Flügelbautenportale. Hoch über dem Kirchenportal findet sich als marmornes Prunkrelief das Wappen von Fürsterzbischof Max Gandolph von Kuenburg. Der Zentralbau ist von einer hohen Tambourkuppel gekrönt, an die seitlich zwei Kapellen integriert sind.


Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg

Salzburg - Kajetanerkirche

Grab des Kirchenstifters Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg (1622 - 1687), Erzbischof von Salzburg - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Der aus Graz stammende Fürsterzbischof zu Salzburg Maximilian Gandolph Graf von Kuenburg wurde am 30. Oktober 1622 geboren. Graf von Kuenburg war vom 8. Dezember 1668 bis zum 3. Mai 1687 Erzbischof von Salzburg und der dritte Sproß in seiner Familie, der dieses Amt inne hatte. Er verstarb am 3. Mai 1687 in Salzburg und wurde in der Domkirche beigesetzt. Das nebenstehende Bild zeigt seine letzte Ruhestätte in der Krypta der Kirche. Graf von Kuenburg studierte in Graz und am Collegium Germanicum in Rom.


Salzburg - Kajetanerkirche

Salzburg, Theatinerkloster (Kajetanerkirche), Kupferstich, um 1740 - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Franz Anton Danreiter (Public domain)


Einige Bauwerke in Salzburg und der näheren Umgebung stammen von ihm bzw. wurden von ihm gestiftet. So u.a. das Stift Seekirchen (1679), er erbaute die Ursprungskirche (Wallfahrtskirche) in Maria Plain, er begründete die Hofbibliothek und gründete die Augustinerklöster von Hallein und Tittmoning sowie das Theatinerkloster zu Salzburg. Weiterhin erneuerte er die Imbergkirche zu Salzburg und ließ die Erhardkirche sowie die Kajetanerkirche errichten. Am 16. Februar 1686 wird er von Papst Innozenz XI. zum Kardinal ernannt.



Inschrift Hauptportal

Österreich - Salzburg

Kajetanerkirche


Über dem Hauptportal befindet sich folgende lateinische Inschrift:

GOTT DEM BESTEN UND GRÖßTEN

(UND) DEN HEILIGEN MAXIMILIAN UND CAJETAN ALS PATRONEN

HAT MAXIMILIAN GANDOLPH, VORMALS DES HEILIGEN RÖMISCHEN REICHES GRAF VON KÜENBURG

DER HEILIGEN RÖMISCHEN KIRCHE KARDINALERZBISCHOF UND FÜRST VON SALZBURG

DES HEILIGEN APOSTOLISCHEN STUHLES LEGAT, PRIMAS GERMANIAE ETC., ETC.

DIESE HEILIGE,

VON DEN FUNDAMENTEN BIS ZUM FIRST ERRICHTETETE KIRCHE

UND DAS DEN REGULARKLERIKERN ZUGEHÖRIGE HAUS ERBAUT.

DIESE KIRCHE HAT ER NACH DEM VORZEITIGEN TOD

IHRES ALLEREHRWÜRDIGSTEN GRÜNDERS

GEMÄß GÖTTLICHER VORSEHUNG

MITHILFE EINER UNGENANNTEN ZAHL VON WOHLTÄTERN IN DIESE GESTALT GEBRACHT


Kajetanerplatz

Salzburg - Kajetanerplatz

Bildmitte: Brunnen am Kajetanerplatz


Der Platz vor der Kirche heißt Kajetanerplatz und liegt am Rande des Kaiviertels am südöstlichen Ende der Salzburger Altstadt. Der Platz gehört zum Salzburger Stadtteil Nonntal. Um den Platz herum befinden sich einige interessante Gebäude. Es sind dies u.a. das Landesgericht Salzburg, die Kajetanerkirche, das Kloster und Krankenhaus der Barmherzigen Brüder (gegr. 1923) und das Café Posthof. Der Kajetanerplatz selbst wird heute als Parkplatz und als Fußgängerzone genutzt. An der Ecke Kajetanerplatz - Schanzlgasse im ehemaligen Glockengießerhaus (bereits um 1380 urkundlich erwähnt) befindet sich das Gasthaus Hinterbrühl. In der Schanzlgasse wohnte 1797/1798 für etwa 6 Monate der große Alexander von Humboldt, was eine Gedenktafel am Haus Nr. 14 bezeugt.


Friedhof St. Peter in Salzburg

Salzburg - Friedhof St. Peter

...im Hintergrund die Katakomben...


Der Friedhof von St. Peter gehört zu den schönsten Friedhöfen der Welt. Auf diesem Gottesacker, der vielleicht schon seit der Spätantike belegt wird, haben die Mönche des Klosters und viele Salzburger Familien ihre letzte Ruhestätte gefunden. Dort ruhen Musiker wie Johann Michael Haydn und seine Frau Magdalena, Nannerl Mozart, Heinrich Ignaz Franz Biber, Santino Solari, Wolfgang Hagenauer u.a.. Sehenswert sind die Katakomben....

Weitere Informationen zum Friedhof der Erzabtei St. Peter in Salzburg finden Sie hier....!


Quellenangabe:


Die Geschichte der Kajetanerkirche und ihres Stifters basiert auf dem Artikel Kajetanerkirche vom 06.11.2008 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


Fotos aus Österreich - Salzburg

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